In Memoriam Anja Schüller - Poubelles Brabantia

Am 17.09.2004 hat sich unsere Tochter Anja Schüller mit 28 Jahren ihr noch junges Leben genommen. erschütternd bis heute Abschiedsbrief und -gedichte unserer Tochter Anja.

Wir fragen: Warum? Wer ist dafür verantwortlich? Wer hat Anja so unter Druck gesetzt, dass sie keinen Ausweg mehr wusste.

Wir glauben: Anja wurde ein Opfer der BADENIA Bausparkasse

Auf dieser Webseite wollen wir Anja gedenken und ihr Schicksal mit dem Hunderttausender anderer Menschen in ganz Deutschland verbinden, die dem bundesweiten Immobilienbetrug seit Jahren zum Opfer gefallen sind, ohne dass Politik und Justiz dagegen richtig vorgegangen wären.

Die BADENIA ist nur eines von vielen Kreditinstituten, die dabei schwere Schuld auf sich geladen haben. Wir wollen Anjas Schicksal hier veröffentlichen. Viele Medien haben sich seit Anjas Tod mit der Problematik von Schrottimmobilien und speziell mit der BADENIA und ihren menschenverachtenden 'Geschäftsmethoden' beschäftigt. Das wollen wir hier dokumentieren.

Was ist geschehen?

Unsere Tochter Anja war Krankenschwester in Würzburg. 1998 wurde sie von Zuführern der BADENIA-Bausparkasse überredet, eine Immobilie in Chemnitz als Altersvorsorge zu erwerben. Sie erkannte schon sehr bald, welcher Mogelpackung sie aufgesessen war. Ihre daraus erwachsenden Sorgen und ihre finanziellen Nöte wurden immer größer. Trotz Rechtsberatung und Vertretung der im Mai 2003 beauftragten Anwaltskanzlei Reiter & Collegen und des mit dieser Kanzlei kooperierenden Bundesminister a. D. Gerhart Rudolf Baum war es unmöglich, einen akzeptablen Vergleich mit der Bausparkasse BADENIA hinzubekommen. Einen solchen Vergleich hätte die BADENIA mit Kunden abgeschlossen, deren Einkommen um 100 Euro über der Pfändungsfreigrenze liegt. Anjas Einkommen lag sage und schreibe 200 Euro höher. 200 Euro, die letztendlich wohl über Leben und Tod von Anja entschieden haben.

Am 17.09.2004 erhielten wir von Anja einen Brief mit der Bitte, sie heimzuholen. Vor allem der beiliegende Wohnungsschlüssel ließ uns in großer Unruhe nach Würzburg eilen, wo wir Anja dann tot in ihrem Bett auffanden. Sie hatte sich eine Infusion gelegt und ihr Leben damit beendet. Vor ihr auf dem Tisch lagen zusammen mit erschütternden Abschiedsbriefen an uns und ihre Freunde auch die Zwangsvollstreckungsbescheide der BADENIA i. H. von über 70.000 Euro. Wie wir inzwischen erfahren haben, war sie unter Tränen verzweifelt über den ihr abgezwungenen Offenbarungseid und die Gehaltspfändung durch die BADENIA.

Wir sind sicher, dass Anja möglicherweise noch leben könnte, wenn die BADENIA sie nicht den so massiv unter Druck gesetzt hätte.

Wir haben beschlossen, den Tod von Anja und die Verantwortung der BADENIA dafür nicht einfach widerstandslos hinzunehmen.

Als ehemalige Bürgerinnen und Bürger der DDR haben wir uns die Wiedervereinigung nicht so vorgestellt, dass eine wilde Horde von rücksichtslosen Versicherungsvertretern und sonstigen Allfinanz-Drückern westdeutscher Allfinanzunternehmen über die unerfahrenen Bürger in den neuen Bundesländern herfallen und ihnen die gerade gewonnen Freiheit wieder nehmen, indem sie sie in undurchsichtige und für sie nicht erkennbare Fesseln legen:

Wir werden das nicht hinnehmen.

Anja-Schüller-Stiftung e.V.

Die Anja-Schüller-Stiftung e.V. ist nach Anja Schüller benannt, die sich am 17.09.2004 das Leben nahm, nachdem sie Pfändungen und Beitreibungsmaßnahmen für eine überteuerte Immobilie ausgesetzt war. Die Anja Schüller-Stiftung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Hintergründe des bundesweiten Handels und Betruges mit minderwertigen bzw. überteuerten Immobilien ('Schrottimmobilien') aufzuklären und zugleich präventiv zu wirken. Auch die Rolle namhafter deutscher Kreditinstitute, die mit kriminellen Bauträgern und Immobilienvertrieben wissentlich zum Schaden ihrer ahnungslosen wie gutgläubigen Kunden kooperieren, soll weiter in den Fokus öffentlichen Interesses gerückt werden und dort bleiben.

Sparkasse Mittelthüringen

Kontonummer: 600078728

Bankleitzahl: 820 510 00

Verwendungszweck: Spende

Die Anja Schüller Stiftung e.V. wurde am 31.01.2009 in Frankfurt am Main von sieben Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben und im Verlaufe des Jahres 2009 in das Vereinsregister Meiningen eingetragen sowie vom Finanzamt Meiningen als gemeinnützig anerkannt.

Vorstand:

  1. Vorsitzender: Klaus Schüller, Meiningen

  1. Vorsitzender: Gerhard Renner, Petersberg

Schatzmeister: Klaus-Thomas Schulz, Rodewald

Schriftführer: Pastor i.R. Dr. Ulrich Kusche, Göttingen

Postanschrift: stiftung [at] anja-schueller.de

Anja-Schüller-Stiftung e.V.
c/o Klaus Schüller
Mittlerer Siedlungsweg 24

98617 Dreißigacker

Auszug aus der Satzung

§ 2 Zweck und Grundsätze
Der Verein verfolgt folgende Zwecke
Der Verein Anja-Schueller-Stiftung e.V. mit dem Sitz in Meiningen verfolgt ausschließlich die ideelle und finanzielle Unterstützung nachfolgender Maßnahmen:
- Stärkung des Verbraucherschutzes durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung.

- Ständige Aufklärung über Betrugsversuche bei Immobilien- und sonstigen Finanzgeschäften zur Altersvorsorge.

- Beratung und seelische Unterstützung Finanzbetrugsgeschädigter, insbesondere durch eine bundesweit
erreichbare Finanzopfer -Hotline.

- Begleitung von Veranstaltungen zum Thema Finanzbetrug.

- Auszeichnung von journalistischen Arbeiten, die im Sinne der Satzung zum Verbraucherschutz beitragen.

Grafiken, im Jahre 2002 entworfen von Andreas Leithäuser an der Uni Weimar nach einem Vortrag über Schrottimmobilien

Wer sich als Politiker nur einen Zentimeter Banken und Versicherungen nähert, entfernt sich meilenweit vom Verbraucher!

Wie macht man mit einer deutschen Bank ein kleines Vermögen? ==> Antwort hier

Hausmüll wird auf der Mülldeponie entsorgt, Schrottimmobilien beim Verbraucher

27.04.2010: Anja-Schüller-Stiftung e.V. verleiht Preise für investigative Berichterstattung über Schrottimmobilien

Die 2009 gegründete Anja-Schüller-Stiftung verleiht am 27.04.2010 in Berlin erstmals die dieses Jahr mit jeweils 1000 €uro dotierten Preise für investigativen Journalismus Poubelles Brabantia zum Thema Schrottimmobilien.

Die Journalisten Ulrich Neumann (SWR, Die Bausparfalle) , Thomas Öchsner (Süddeutsche Zeitung) und Hans-Peter Schütz (Stern) wurden als erste Preisträger der Anja-Schüller-Stiftung e.V. von der Stiftungsversammlung ausgewählt.

Wichtigstes Kriterium waren neben grundsätzlichen und hervorragenden Recherchen bzw. Presseartikeln in Sachen 'Schrottimmobilien' die sehr engagierte und authentische Berichterstattung über den BADENIA Skandal und die Umstände, die zu dem tragischen Suizid der Anja Schüller am 17.09.2004 geführt haben.

Wichtige Entwicklungen bei der medialen, politischen und juristischen Aufarbeitung des BADENIA-Skandals sind unserer festen Überzeugung nach neben engagierten Rechtsanwälten insbesondere investigativen Journalisten und ihren Medien zu verdanken, die sich beherzt und zugleich betroffen der Problematik nach dem 17.09.2004 noch einmal intensiver angenommen haben.

Das Stiftungskapital der 2009 gegründeten Anja Schüller Stiftung e.V. wurde von Anja Schüllers Familie und hier insbesondere von ihren Eltern Heidi und Klaus Schüller zur Verfügung gestellt, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Betrug und Existenzvernichtung ahnungsloser Bürger mit minderwertigen und überteuerten Immobilien und damit verbundenen verbraucherschädigenden Immobiliarkrediten zu bekämpfen.

Eine Telefonhotline für akute und potentielle Immobilienopfer als zusätzliches Aufklärungs- und Hilfsinstrument gegen Schottimmobilien und ihre Vertreiber bzw. mit ihnen paktierende gewissen- wie gleichermaßen skrupellose Kreditinstitute ist noch für dieses Jahr geplant.

Ermöglicht werden soll auch die finanzielle Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten zur Erhellung der juristischen und politischen Hintergründe bei der Konzeption bundesweiten Immobilienbetruges mit nachträglicher Legalisierung durch Lobby-gesteuerte Interessen namhafter deutscher Kreditinstitute und Allfinanzvertriebe, die sich der Deckung durch bestimmte verbraucherfeindliche RichterInnen und PolitikerInnen leider oftmals gegen alle verbürgten Grundrechte ihrer Opfer nur allzu sicher sein durften.

Bei Gründung der Anja Schüller-Stiftung e.V. wurde lange über Möglichkeiten und Zweck nachgedacht. Von Anfang an war klar, dass Akuthilfen für in Not geratene Immobilienopfer durch die Anja Schüller Stiftung e.V. finanziell nicht leistbar sein werden. Es galt insofern, die begrenzten Mittel der Stiftung dennoch so effektiv einzusetzen, dass bei minimalem Einsatz eine größtmögliche Wirkung im Sinne der Satzung der Anja-Schüller-Stiftung e.V. erreicht werden kann. Daher wurde als vordringlicher Zweck in der Satzung bestimmt, Aufklärungsarbeit über den bundesweiten Schrottimmobilienskandal zu leisten bzw. zu fördern und insbesondere engagierte, couragierte Medien bzw. Journalisten und/ oder StudentInnen bzw. DoktorandInnen bei ihrer investigativen Arbeit zu unterstützen und auszuzeichnen.

Die erste Preisverleihung der Anja-Schüller-Stiftung e.V. wurde auf den 27.04.2010 vormittags in Berlin terminiert. Der feierliche Rahmen der Veranstaltung ist derzeit so vorgesehen:

Die Begrüßung übernimmt das DGB Bundesvorstandsmitglied für Finanzen und Verbraucherschutz Claus Matecki. Anschließend wird Klaus Schüller als Vorsitzender der Anja-Schüller-Stiftung e.V. die Stiftung kurz vorstellen. Die ehemalige Vorsitzende der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) Frau Prof. Edda Müller übernimmt Laudatio und Ehrung. Eine Diskussionsrunde wird sich mit der Problematik beschäftigen, bevor Bundesminister a.D. Gerhart Rudolf Baum das Schlusswort sprechen wird.

Immobiliengeschädigte, die an der Preisverleihung am 27.04.2010 vormittags in Berlin teilnehmen möchten, werden um Voranmeldung über

stiftung[at]anja-schueller.de

gebeten.

Mit besten Grüßen und Wünschen für eine besinnliche und erholsame Osterzeit

i.A. Gerhard Renner, 2. Vorsitzender der Anja-Schüller-Stiftung e.V.

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Anja-Schüller-Stiftung e.V. ● c/o Klaus Schüller ● Mittlerer Siedlungsweg 24 ● 98617 Meiningen-Dreißigacker

Spendenkonto: 600078728 ● Sparkasse Mittelthüringen ● BLZ: 820 510 00 ● Verwendungszweck: Spende

anja-schueller.de/stiftung.htm


30 Jahre Schrottimmobilien-Skandal und kein Ende

Anja-Schüller-Stiftung e.V. verleiht Preise für investigativen Journalismus zum Thema „Schrottimmobilien“

Die 2009 gegründete Anja-Schüller-Stiftung e.V. verleiht am 27.04.2010 in Berlin erstmals Preise für investigativen Journalismus zum Thema „Schrottimmobilien“. Die Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Von der Stiftungsversammlung ausgewählte Preisträger sind die Journalisten Ulrich Neumann (Südwest Rundfunk SWR), Thomas Öchsner (Süddeutsche Zeitung) und Hans-Peter Schütz (Stern).

Ausschlaggebend für die Wahl waren hervorragend recherchierte Fernseh-Dokumentationen und Presseartikel zum betrügerischen Verkauf und der überteuerten Finanzierung von „Schrottimmobilien' sowie die engagierte und authentische Berichterstattung über den Badenia-Skandal. Den Preisträgern ist es gelungen, die skandalösen und komplizierten Geschäftsmethoden der Schrottimmobilien-Verkäufer und -Financiers einer breiten Öffentlichkeit transparent zu machen. Einfühlsam berichteten sie über die vielen menschlichen Schicksale, die mit dem Kauf maroder Eigentumswohnungen auch heute noch verbunden sind. Dazu gehörten insbesondere die Umstände, die zu dem tragischen Suizid von Anja Schüller am 17.09.2004 führten. Die Krankenschwester hatte sich das Leben genommen, weil sie mit den Pfändungen und Zahlungsaufforderungen für eine weit überteuert erworbene Immobilie psychisch nicht mehr fertig geworden war.

Das Stiftungskapital wurde von Anja Schüllers Familie und hier insbesondere von ihren Eltern Heidi und Klaus Schüller zur Verfügung gestellt, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Betrug und Existenzvernichtung ahnungsloser Bürger mit minderwertigen und überteuerten Immobilien und damit verbundenen verbraucherschädigenden Immobiliarkrediten zu bekämpfen. Zwar konnten zahlreiche Kläger nach positiven Gerichtsurteilen zumindest zum Teil Schadenersatz geltend machen, doch leiden viele Schrottimmobilien-Opfer immer noch unter den jahrelangen nervenzehrenden Existenzkämpfen. Viele Opfer konnten zu dem nicht entschädigt werden, weil ihre Forderungen inzwischen verjährt sind.

Aufklärung und Opferhilfe – wie sie die Anja-Schüller-Stiftung anbietet – ist umso wichtiger als dubiose Finanzdienstleister derzeit wieder verstärkt neue Opfer für ihre Schrottimmobilienverkäufe werben. Licht ins Dunkel der neuen Geschäftspraktiken, die vor allem junge Leute ansprechen sollen und über das Internet abgewickelt werden, soll eine anschließende Diskussion bei der Preisverleihung in Berlin bringen. Sicherlich wird dabei auch die Forderung eine Rolle spielen, verjährte Forderungen von Badenia-Opfern doch noch zu entschädigen. Teilnehmer der Diskussionsrunde sind Prof. Edda Müller (ehemalige Vorsitzende der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV)), Claus Matecki (DGB Bundesvorstandsmitglied) sowie Gerhart Rudolf Baum (Bundesinnenminister a.D.).

Tagesordnung:

- Begrüßung durch Claus Matecki, DGB Bundesvorstandsmitglied für Finanzen und Verbraucherschutz

- Vorstellung der Stiftungsziele durch Klaus Schüller, Vorsitzender der Anja-Schüller-Stiftung e.V.

- Laudatio und Ehrung der Preisträger durch Prof. Edda Müller, ehemalige Vorsitzende der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).

- Diskussion: Aktuelle Situation beim Schrottimmobilienverkauf, Gesetzeslücken, Forderungen an den Gesetzgeber

- Schlusswort durch Gerhart Rudolf Baum, Bundesinnenminister a.D.

Beginn: 10.30 Uhr

Ort: DGB-Haus

Henriette-Herz-Platz 2

10178 Berlin

Anmeldung erbeten unter stiftung[at]anja-schueller.de

Über die Anja-Schüller-Stiftung:

Die Anja-Schüller-Stiftung e.V. ist nach Anja Schüller benannt, die sich nach Pfändungen und Beitreibungsmaßnahmen für eine überteuerte Immobilie am 17.09.2004 das Leben nahm. Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, über die Hintergründe beim bundesweiten betrügerischen Verkauf und der Finanzierung minderwertiger bzw. überteuerter Immobilien ('Schrottimmobilien') aufzuklären und zugleich präventiv zu wirken. Die Stiftung unterstützt und fördert insbesondere engagierte, couragierte Medien bzw. Journalisten und/ oder StudentInnen bzw. DoktorandInnen bei ihrer investigativen Arbeit. Dazu dienen auch die Geldpreise der Anja-Schüller-Stiftung. Eine Telefonhotline für akute und potentielle Immobilienopfer als zusätzliches Aufklärungs- und Hilfsinstrument ist noch für 2010 geplant.

BADENIA = BSE-Fall im Bankensektor

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat es mit dem BSE-Vergleich in einem Interview im STERN am 01.12.2004 auf den Punkt gebracht. Doch die BADENIA ist nur die Spitze des Eisberges.

Man habe nurhandele 'branchenüblich', so ein Pressesprecher Seit vielen Jahren fordern die Geschädigten von Schrottimmobilien und Banken nach Handlungen von Politik und Justiz, die schlimmen Zustände im deutschen Kreditwesen endlich zu beenden und den Opfern dieser bundesweiten Machenschaften der deutschen Allfinanz wirksam zu helfen. Bis her ist fast nichts passiert. Und das, was z.B. im Sommer 2002 vom Gesetzgeber veranlasst wurde, ist wirkungslos, da die ruinösen und menschenverachtenden Mechanismen der deutschen Allfinanz davon ungerührt weiter wirken.

Bundesminister a.D. Gerhart Rudolf Baum sagte bei der Anhörung im Bundesministerium der Justiz am 07.05.2002: "Alles, was Sie da vorhaben, macht den Betrug weiter möglich!"

Die Politik steht voll in der Verantwortung.

Und weicht ihr ständig aus!

Sie mauert sogar und verharmlost den ganzen Massenbetrug!

Sie hat kein Mitleid mit den Opfern!

Und volles Verständnis für die Täter!

Damit ignoriert sie die Opfer und schützt die Täter!

Wie lange noch?

Wir fragen die Verantwortlichen in Politik und Justiz:

bullet
Warum dulden Sie skandalöse Massengeschäfte der deutschen Allfinanz, die statt echter Altersvorsorge den totalen Ruin bringen?

bullet
Müssen noch mehr Menschen sterben, bis Sie endlich handeln und den Banken, Versicherungen und Bausparkassen menschenverachtende Immobilien- und Kreditgeschäfte verbieten?!

bullet
Warum dürfen die Betrüger, die der Kreditwirtschaft zuarbeiten, weiter arbeiten? Warum werden diese Verbrecher, die zahllose Menschen und ihre Familien ins Unglück gestürzt haben, von Politik und Justiz mit Samthandschuhen angefasst? Warum brauchen sie keine Ausbildung und Lizenz?

bullet
Ist die Verschuldung des Staates so schlimm, dass Sie gegenüber der Finanzwelt keine Handlungsspielräume mehr haben?

bullet
Sind die Lobbygehälter aus der deutschen Allfinanz so groß, dass Sie alle Regeln von Anstand und Moral in Politik und Justiz verwerfen?

bullet
Müssen wir und unsere Kinder furchtbar leiden, damit Sie Ihre Politik von den Banken finanziert bekommen?

bullet
Wie lange wollen Sie die verzweifelten Menschen noch in der Bank- und Bausparfalle schmoren lassen?

Minimalforderungen an Parteien , Bundestag und Bundesregierung:

bullet
Gesetzliche Verankerung einer Umkehr der Darlegungs- und Beweislast . Wer Anlageprodukte an private Verbraucher verkauft oder finanziert, muss belegen können, dass er seine Beratungs- und Informationspflichten erfüllt hat. In anderen Bereichen – etwa bei der Produktsicherheit oder bei der Haftung für Aktienprospekte – ist die Beweislastumkehr längst erfolgreich als allgemeiner Standard etabliert.

bullet
Dokumentierung der Wertermittlung für zu beleihende Objekte durch das Kreditinstitut, die auch dem Kunden bei Vertragsabschluss zwingend auszuhändigen ist. Sollte die Bank hierbei falsche Angaben machen, muss sie haftbar gemacht und aufsichtsrechtlich belangt werden.

bullet
Verlängerung der Verjährungsfristen: Wer bei der Geldanlage falsch oder ungenügend beraten wurde, kann seine Ansprüche nur maximal drei Jahre geltend machen – auch wenn sich bei langfristigen Geldanlagen die negativen Folgen einer Falschberatung erst wesentlich später zeigen. Die Verjährungsfristen waren zum Nachteil der Verbraucher erst vor wenigen Jahren von bis zu 30 (!) auf zehn oder sogar nur drei Jahre verkürzt worden. Verschärfte Beratungspflichten von Banken und Versicherungen laufen mit derart kurzen Verjährungsfristen ins Leere.

bullet
Stärkung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Deren Aufsichtsziel darf nicht nur die Sicherung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmen sein – sie muss ausdrücklich auch dem Verbraucherschutz verpflichtet werden. Sie muss außerdem gegenüber der Öffentlichkeit eine größere Transparenz sicherstellen. Anleger schädigende Praktiken dürfen sich gar nicht erst durchsetzen können.

bullet
Verschärfte Regelungen für Vermittler. Der Schrottimmobilienskandal wurde erst möglich, weil Banken und Bausparkassen mit freiberuflichen Vermittlern und Strukturvertrieben zusammenarbeiteten, die nicht einmal minimalen Auflagen unterworfen sind, von einer qualifizierten Ausbildung ganz zu schweigen. Als Mindeststandard sind Registrierungs- und Haftungsregeln notwendig sowie eine ausreichende, verpflichtende Vermögensschadenhaftpflicht-versicherung.

bullet
Der gerade im Europäischen Parlament und im Rat diskutierte Vorschlag zur Änderung der Verbraucherkreditrichtlinie muss zwingend auch die Immobiliardarlehen umfassen. Der Fall der Schrottimmobilien zeigt, dass das vorhandene Schutzniveau hier gerade nicht ausreicht. Auch für verbundene Geschäfte – also finanzierte Kaufverträge, mithin auch Immobilienkaufverträge – muss es durch die Richtlinie klar definierte Verbraucherschutzstandards geben.

bullet
Grundsätzliche Annahme verbundener Geschäfte, wenn Kaufverträge, Versicherungsverträge und Finanzierungsverträge für ein –und dieselbe Kapitalanlage nicht vom Kunden besorgt wurden.

bullet
Einführung eines verpflichtenden und umfassenden Transparenzgebotes für Allfinanzverträge aller Art. Die Pflicht zur Offenlegung aller Provisionen und sonstiger weicher Kosten (bei Versicherungs- und Immobiliarverträgen etc.)sowie verlässliche Berechnung der effektiven Renditen muss durch die Vermittler sowie die beteiligten Allfinanzunternehmen nachweisbar und ohne Verklausulierungen auch für Laien nachvollziehbar verpflichtend bei Haftung für Fehlberatung sichergestellt werden.

Grafiken gegen Banken

Im Jahr 2003 wurde Rechtsanwalt Dr. Julius F. Reiter (Kanzlei Baum ▪ Reiter & Collegen in Düsseldorf) im Nachgang zu einem in der ARD erschienenen REPORT-Beitrag über die Bausparkasse Badenia von der Universität Weimar eingeladen. Im Rahmen der Vortragsreihe „Deutschland im Herbst 2002“ hielt RA Reiter vor Studenten für Kommunikationsdesign einen Vortrag mit dem Titel „Bankenrepublik Deutschland“ über den massenhaft zum Nachteil von Kapitalanlegern begangenen Immobilienbetrug.

Aufgrund dieses Vortrags entstanden u.a. die anliegenden Plakate, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Vorlesungsreihe „Deutschland im Herbst 2002“ in einer Ausstellung vorgestellt wurden. Die Ausstellung wurde von dem bekannten Politgrafiker Klaus Staeck eröffnet.


Nichts ist perverser und grotesker als die Werbesprüche deutscher Kreditinstitute.

Man braucht sie nur den Realitäten anzupassen und etwas umzuformen. Ähnlichkeiten mit real existierenden Werbesprüchen deutscher Kreditinstitute sind rein zufällig:

bullet Leistung, die Leiden schafft !

bullet
Wirtschaftlicher Ruin - Die Summe falscher Entscheidungen !
bullet Ideen nach vorn - Die Bank im Hinterhalt !

bullet Die Bank an Ihrer Seite - Verzichten Sie auf alles !

bullet Vertrauen ist der Anfang vom Ende!

bullet Wir machen den Weg frei ..... in den Abgrund !

bullet Wir kümmern uns um die Details ..... Ihres Ruins !

bullet Via dolorosa - der sichere Weg in ...... den Selbstmord !

bullet Wir verbraten Sie gern !

bullet Für meine Zukunft sehe ich schwarz !

bullet Wir schaffen nicht Werte, wir schaffen Vernichtung !

bullet Wir machen weniger aus Ihrem Geld !

bullet Werbung - Vertrauen - Ruin !

bullet Für alle, die nichts mehr vom Leben erwarten wollen !

bullet Wir erledigen Sie !

bullet Vernichtet unter den Flügeln de Löwen !

bullet Damit Sie weniger vom Leben haben !

bullet Eine Bank - Ihr Untergang !

bullet Eine Bank, die weiterdenkt als Ihnen lieb sein kann !

Erkenntnis:

Wie macht man mit einer deutschen Bank ein kleines Vermögen?
Lösung: Raten Sie mal und dann klicken Sie bitte hier

Parole unter Bankern: Sind wir nicht alle ein bisschen peanuts?

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Erfurt, 24.11.2007

Klaus Schüller

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Erfurt, 24.11.2007

Klaus Schüller

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Land: Deutschland

Viele Kondolenzschreiben haben uns erreicht. Sie zeigen das Mitgefühl vieler Betroffener, die selbst unter der deutschen Allfinanz-Krankheit leiden, die da heißt:

Wir machen Geschäfte, egal ob sie dem Kunden nutzen. Hauptsache, die Provision stimmt und man kann uns nicht haftbar machen.

Diesen menschenverachtenden Geschäften deutscher Kreditinstitute und ihrer Zuarbeiter muss ein Ende bereitet werden.

Hoffnung geben uns dabei Kondolenzschreiben von Allfinanz-Agenten, die ehrliche Betroffenheit bekundeten.

Dazu haben wir gemeinsam mit der Internetinitiative www.immobetrug.de klare Minimalforderungen an Politik und Justiz gestellt.

Wichtig waren auch die Beileidsbekundungen von Freunden wie auch Kolleginnen und Kollegen.

Sie alle haben uns die Kraft gegeben, den Kampf gegen die menschenverachtenden Geschäftspraktiken der BADENIA, aber auch die der anderen deutschen Kreditinstitute, die sich am bundesweiten Immobilienbetrug die Finger schmutzig gemacht haben, aufzunehmen und durchzustehen.

In den letzten Wochen haben wir außerordentlich viel Unterstützung von den Medien erfahren, die angesichts des tragischen Todes von Anja sehr rücksichtsvoll an uns herangetreten sind und mit viel Hintergrundwissen und Empathie ihre Berichte und Sendungen vorbereitet haben. Sie haben in entscheidendem Maße mitgeholfen, den BADENIA-Skandal öffentlich zu machen: Und vielleicht haben sie dabei auch den schweren Stein der Gerechtigkeit nun endlich für Hunderttausende Menschen in Bewegung gesetzt. So kann es nicht bleiben. Die Banken machen Geschäfte und die Kunden müssen dafür büßen!

Unser besonderer Dank gilt Gerd Renner von www.immobetrug.de und den Rechtsanwälten der Kanzlei Baum ▪ Reiter & Collegen, die erst unsere Tochter Anja und nun uns gegen die Machenschaften der BADENIA vertreten. Sie haben uns erst die Augen geöffnet über die menschenverachtenden Machenschaften, denen unsere Tochter schließlich nicht mehr standhalten konnte.

Sehr herzlich danken möchten wir auch Herrn Bundesminister a.D. Gerhart Rudolf Baum. Er hat in der Öffentlichkeit sehr viel für die zahllosen Opfer von Schrottimmobilien getan. Es erfüllt uns mit Schmerz und sehr großer Enttäuschung, dass es außer Herrn Baum kaum Politiker gibt, die den Ernst der Lage erkannt haben und mit uns dafür kämpfen wollen, dass die deutsche Kreditwirtschaft zu Anstand und Ehrlichkeit bei Geldgeschäften zur Altersvorsorge zurück findet.

Mit Verachtung haben wir erkennen müssen, dass viele Politiker auf der Gegenseite stehen und sich von Banken und Versicherungen zum Schaden ihrer Kunden aushalten lassen. Wer hat sie gewählt? Wofür? Wissen diese Menschen, die uns vertreten sollen, nicht mehr, auf wessen Seite sie zu stehen haben?

Mit großer Freude haben wir dagegen erfahren, dass die Verbraucherministerin Renate Künast sich verstärkt für die Rechte von Verbrauchern auf dem deutschen Finanzmarkt einsetzen will. Wir werden sie dabei nach Kräften unterstützen.

Briefe an Politiker und andere gesellschaftliche Institutionen sollen auf die kriminellen Geschäfte der deutschen Kreditwirtschaft beim Massenbetrug mit Schrottimmobilien aufmerksam machen.

Briefe können aber auch die Menschen erreichen, die direkt vor Ort die Geschäfte der Kreditinstitute abwickeln.

Dabei ist mir als Gewerkschafter wichtig, dass ich die Mitarbeiter von Kreditinstituten nicht pauschal verurteilen möchte. Viele von ihnen tun ehrlich und anständig ihre Arbeit. So wie ich und Millionen andere Bürger in diesem Land.

Aber es kann nicht sein, dass man seinen Arbeitsplatz sichere, indem man mit dabei hilft, andere Menschen zu vernichten oder in den Ruin zu treiben.

Niemand, der nun Kenntnis von den ganzen Vorgängen um Anja erhält, kann danach noch einfach die 'Geschäfte' so weiter betreiben, ohne sich schuldig zu machen. Wenn er /sie erkennt, dass es sich um 'Geschäfte' einer kleinen 'Klique' von Allfinanzmanagern in Deutschland handelt, die sich so auf Kosten ihrer Kunden riesige Vorteile verschafft haben. Und ihre Opfer eiskalt und gnadenlos ihrem Schicksal überlassen.

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Ich fordere alle Kolleginnen und Kollegen in den Banken, Bausparkassen und Versicherungen auf, sich den Grundsätzen ehrlicher Beratungen und Geschäfte zu verpflichten.

Ein Arbeitsplatz kann letztendlich nur gesichert werden, wenn man ehrliche Geschäfte betreibt.

Unehrliche Geschäfte zum Schaden der Kunden bringen einen kurzen Vorteil, können dann aber mit gewaltiger Rückschlags auf die eigenen Geschäfte zurückschlagen. Wie man im Falle BADENIA sehen kann.

Die Kolleginnen und Kollegen in der BADENIA fordere ich auf, Einblick in die Ihnen wahrscheinlich nicht bekannten Gutachten von Deloitte und PwC zu nehmen. Lassen Sie sich auch den Schriftverkehr zwischen Agostini und Heinen zeigen.

Fordern Sie Ihre Betriebsleitung auf, die Opfer der BADENIA aus der Bauspar- und Schrottimmobilienfalle endlich herauszulassen.

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Tochter Anja hat sich am 17.09.2004 mit 28 Jahren ihr noch junges Leben genommen. Sie wurde von der BADENIA Bausparkasse in den Tod getrieben. Sie war nicht die erste. Und wird möglicherweise nicht die letzte bleiben.

Anja war Krankenschwester in Würzburg. 1998 wurde sie von Zuführern der BADENIA-Bausparkasse überredet, eine Immobilie in Chemnitz als Altersvorsorge zu erwerben. Sie erkannte schon sehr bald, welcher Mogelpackung sie aufgesessen war. Ihre daraus erwachsenden Sorgen und ihre finanziellen Nöte wurden immer größer. Trotz Rechtsberatung und Vertretung der im Mai 2003 beauftragten Anwaltskanzlei Baum ▪ Reiter & Collegen und den mit dieser Kanzlei kooperierenden Bundesminister a. D. Gerhart Rudolf Baum war es unmöglich, einen akzeptablen Vergleich mit der Bausparkasse BADENIA hinzubekommen. Einen solchen Vergleich hätte die BADENIA mit Kunden abgeschlossen, deren Einkommen um 100 Euro über der Pfändungsfreigrenze liegt. Anjas Einkommen lag sage und schreibe 200 Euro höher. 200 Euro, die letztendlich wohl über Leben und Tod von Anja entschieden haben.

Am 17.09.2004 erhielten wir von Anja einen Brief mit der Bitte, sie heimzuholen. Vor allem der beiliegende Wohnungsschlüssel ließ uns in großer Unruhe nach Würzburg eilen, wo wir Anja dann tot in ihrem Bett auffanden. Sie hatte sich eine Infusion gelegt und ihr Leben damit beendet. Vor ihr auf dem Tisch lagen zusammen mit erschütternden Abschiedsbriefen an uns und ihre Freunde auch die Zwangsvollstreckungsbescheide der BADENIA i. H. von über 70.000 Euro. Wie wir inzwischen erfahren haben, war sie unter Tränen verzweifelt war über den ihr abgezwungenen Offenbarungseid und die Gehaltspfändung durch die BADENIA

Wir sind sicher, dass Anja möglicherweise noch leben könnte, wenn die BADENIA sie nicht so massiv unter Druck gesetzt hätte.

Zugleich möchte ich Euch auf die aktuelle Berichterstattung den Medien aufmerksam machen. Im Stern 45/2004 wird S. 198 f unter dem Titel 'Das Mädchen, die Bausparkasse und der Tod' berichtet. Auch über politische Hintergründe. So ist z.B. Altkanzler Helmut Kohl im Aufsichtsrat der BADENIA-Mutter AMB-Generali. Auch andere CDU-Politiker um Kohl herum sind im Umfeld der AMB-Generali, so z.B. der Deutschen Vermögens AG (DVAG) ‚untergekommen’, die sich verschiedentlich Angriffen wegen rüder Geschäftsmethoden bei der privaten Altersvorsorge ausgesetzt sah!

Wir wollen das Schicksal von Anja nicht unwidersprochen hinnehmen. Daher sind wir in unserer Trauer den Weg über die Medien gegangen, um der Kreditwirtschaft klar zu machen, dass man solche ruinösen und menschenverachtenden Altersvorsorgeschäfte nicht machen darf. Auch wenn Anja das nicht mehr lebendig macht, so möchten wir denjenigen Menschen, die sich in vergleichbaren Situationen befinden, gerne helfen. Wir hoffen, Ihr versteht das.

Wir fragen uns: Müssen wir jetzt auch noch unsere Kinder dem Raubtierkapitalismus opfern? Müssen wir alles hinnehmen, was sich deutsche Kreditinstitute aushecken, um auf dem Rücken ihrer Kunden Maximalprofite einfahren zu können. Und das über Leichen gehend? Wer erlaubt den deutschen Allfinanzfabriken solch unmenschliches Handeln?

Es kann nicht sein, dass in Deutschland Kreditinstitute und Versicherungen Freibriefe zur Jagd auf ahnungslose und gutgläubige, auf ihre private Altersvorsorge bedachte Menschen haben. Auf der Rückseite findet Ihr die Forderungen, die dazu notwendig sind.

Mehr Infos über massenhaften und unterdrückten Immobilienbetrug in Deutschland findet Ihr auf den Webseiten unseres Fuldaer Genossen Gerhard Renner, der uns in den letzten Wochen mit viel Tatkraft zur Seite gestanden hat: www.immobetrug.de

Ich zähle auf Eure Solidarität

Meinigen, im Oktober 2004 Klaus Schüller klaus-schueller[ at ]freenet.de

Rede auf der AMB-Generali-Hauptversammlung in Aachen am 01.06.2005, gehalten von Vater Klaus Schüller:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer möchte das nicht: steigende Rendite, dadurch steigende Aktien und damit eine hohe Dividende. Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen wir Aktionäre die Vorstände in die Pflicht und treiben sie zu noch höheren Gewinnen. Aber zu welchem Preis? Haben Sie sich, meine Damen und Herren, mit dieser Unternehmensphilosophie tiefgründig auseinandergesetzt? Gezielt hinterfragt? Diese Frage müssen Sie sich selbst beantworten. Ich möchte an dieser Stelle an den Vorstand der AMB Generali einige Fragen zum Thema Badenia richten und an das Gewissen der Aktionäre appellieren.

Wer von Ihnen Kinder hat, wird mich verstehen; warum ich es als meine Pflicht empfinde und hier heute vor Ihnen stehen muss. Am 17.09.2004 habe ich meine geliebte Tochter Anja im Alter von nur 28 Jahren durch Selbstmord verloren. Sie wurde durch eine zweifelhafte Finanzierung der Bausparkasse Badenia in die Schuldenfalle getrieben, aus der sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat.

Die Badenia weist jede Verantwortung von sich, weil die Badenia angeblich nur das Darlehen gegeben hat. Sie werden in der Presse verfolgt haben, dass 2 Wirtschaftsprüfergutachten vorliegen, die von der Staatsanwaltschaft bei der Durchsuchung der Badenia gefunden wurden und die belegen, dass die Badenia bei den unseriösen Geschäften über die Rolle einer Bank hinausgegangen ist. Dass die Badenia diese unseriösen Vertriebe sogar teilweise gesteuert hat. Alles um des Profits willen. Vor ein paar Wochen wurde nun auch ein Tochterunternehmen der AMB Generali in Köln von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Die verantwortlichen Vorstände werden die Wahrheit nicht aufhalten können.

Ich frage den Vorstandsvorsitzenden der AMB Generali, ob Sie weiter zulassen wollen, dass die Badenia die AMB Generali als Mutterkonzern öffentlich so in Mitleidenschaft zieht? Bundesverbraucherschutzministerin Künast hat doch sogar öffentlich von der Badenia als „BSE-Fall der Bankwirtschaft“ gesprochen.

Fakt ist: Die Badenia hat genau gewusst, was und wie mit unseriösen Methoden vertrieben wurde.

Ich betone nochmals: Tausende kleine Leute wurden hier eiskalt über den Tisch gezogen. Drückerkolonnen auf die Leute losgelassen. Das Endresultat: Mindestens 4 Badeniakunden haben in Verzweiflung Selbstmord begangen. Es soll mehr als 8000 Geschädigte geben, die verzweifelt sind.

Ich weiß, dass der heutige Vorstandsvorsitzende der Badenia mit den damaligen Geschäften nichts zu tun hat. Aber ich mache dem Vorstandsvorsitzenden der Badenia, Herrn Schroeder, den Vorwurf, dass er sich den Altlasten nicht stellt und immer noch versucht, die Schuld der Badenia zu verschleiern.

So hat die Badenia versucht, die Schuld am Tod meiner Tochter Anja ihren Anwälten in die Schuhe zu schieben. Ich habe die Akten eingehend durchgesehen und festgestellt, dass die Vorwürfe gegen die Anwaltskanzlei Baum ▪ Reiter & Collegen sowie Ex-Bundesminister Baum vollkommen haltlos sind.

Den Vorwurf, den ich dem Vorstand der Badenia, Herrn Schroeder, mache, ist, dass er nicht offen auf die Geschädigten zugeht und sagt: Kommt her, wir suchen einen gemeinsamen Weg, um aus Eurem Elend herauszukommen. Stattdessen saugt die Badenia die Geschädigten bis zum Schluss aus, bis sie zahlungsunfähig sind und gibt erst dann nach. Und dies, obwohl Sie wissen, dass die Badenia an den schmutzigen Geschäften beteiligt ist.

Ich frage den Vorstand der AMB Generali, was er unternommen hat, um den Badenia-Geschädigten zu helfen und mit ihnen gemeinsame Lösungen zu suchen. Sie können verhindern, dass es weitere Opfer gibt.

Erste Gerichte haben bereits den Opfern gegenüber der Badenia Recht gegeben. Auch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen die Badenia wird bald erwartet. Die Allwo, Verkäuferin der von Badenia finanzierten Schrottimmobilien, hat schon Dutzende Prozesse gegen die Anleger verloren. Der Schaden müsste mehrere 100 Mio. € betragen. Wie will der Vorstand der AMB Generali mit diesen Risiken der Tochterunternehmen umgehen? Muss die AMB Generali für ihre Tochterunternehmen einstehen? Hat sie hierfür Risikovorsorge gebildet?

Meine Damen und Herren, meine Tochter kann ich nicht wieder lebendig machen. Aber ich bitte Sie dafür Sorge zu tragen, dass den Geschädigten geholfen wird. Herr Dr. Thießen, Sie als Vorstandsvorsitzender des Mutterkonzerns, Herr Professor Kaske, Sie als Aufsichtsratsvorsitzender, Herr Dr. Kohl, Sie als Aufsichtsrat und ehemaliger Bundeskanzler, der Sie immer für kleine Leute eingetreten sind, und auch Sie, sehr geehrte Damen und Herren als Aktionäre haben die Macht dazu. Nutzen Sie Ihren Einfluss, damit Geld zur Verfügung gestellt wird, um die Badenia-Geschädigten aus der Schuldenfalle zu befreien.

Ich kann meine Tochter nicht wieder lebendig machen. Aber ich werde zusammen mit Freunden eine Stiftung gründen, die ich nach meiner Tochter Anja benennen werde: Die Anja-Schüller-Stiftung. Und ich will, dass diese Stiftung Menschen hilft, damit diese nicht wie meine Tochter Anja Selbstmord begehen.

Meine Damen und Herren, ich möchte mich bedanken, dass Sie mir zugehört haben und ich fordere Sie auf, alles zu unternehmen, dass solche Machenschaften sofort beendet werden und den Geschädigten geholfen wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Mitarbeiter der AMB Generali anständige Leute sind. Lassen Sie nicht weiter zu, dass Ihr Unternehmen durch die Badenia in der Öffentlichkeit massiven Schaden leidet. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Auszug aus der Satzung

§ 2 Zweck und Grundsätze
Der Verein verfolgt folgende Zwecke
Der Verein Anja-Schueller-Stiftung e.V. mit dem Sitz in Meiningen verfolgt ausschließlich die ideelle und finanzielle Unterstützung nachfolgender Maßnahmen:
- Stärkung des Verbraucherschutzes durch Öffentlichkeitsarbeit und Beratung.

- Ständige Aufklärung über Betrugsversuche bei Immobilien- und sonstigen Finanzgeschäften zur Altersvorsorge.

- Beratung und seelische Unterstützung Finanzbetrugsgeschädigter, insbesondere durch eine bundesweit
erreichbare Finanzopfer -Hotline.

- Begleitung von Veranstaltungen zum Thema Finanzbetrug.

- Auszeichnung von journalistischen Arbeiten, die im Sinne der Satzung zum Verbraucherschutz beitragen.